Deine Versorger Blog: Stromtarif sparen. Frau mit Sparschwein.
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Stromtarif wechseln: Ersparnis oder Kostenfalle?

Unser Kaufverhalten hat sich im vergangenen Jahrzehnt spürbar verändert. Und auch an der Energiewirtschaft ist diese Entwicklung nicht spurlos vorbeigegangen. Denn während 2006 rund 680.000 Haushalte ihren Stromanbieter wechselten, stieg die Zahl im Jahr 2014 auf circa 3,4 Millionen an. Für Energieversorger wird es folglich immer schwieriger Kunden langfristig zu halten. Kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, dass wechselbereite Verbraucher zwischen 13.000 Stromtarifen wählen können.

Manche Billiganbieter greifen für einen erfolgreichen Wechsel besonders tief in die Trickkiste: Ein satter Sofortbonus oder verlockende Sachprämien für Neukunden werden oft und gerne angepriesen. Doch wie überleben diese Stromanbieter? – Erfahrungsgemäß decken solche Tarife im ersten Jahr nicht einmal die eigenen Kosten ab. Aus diesem Grund  hat der Verbraucher im zweiten Vertragsjahr oft das Nachsehen. Preisanstiege von bis zu 30 % sind hierbei keine Seltenheit.

Die Sache mit der Preisgarantie

Strom-, Energie- oder einfach nur Preisgarantie wird bereitwillig von den Stromanbietern kommuniziert. Jedoch verrät ein sorgsamer Blick in die Vertragsbedingungen, dass sich bei Billigtarifen die Garantie häufig nur auf die ersten zwölf Monate bezieht. Handelt es sich dann um einen 2 Jahresvertrag, so nutzen die Versorger jede Chance um sich die Verbraucher-Ersparnis aus dem ersten Jahr zurückzuholen.

Die Falle mit der Preisanpassung

Ändert ein Stromanbieter seine Preise, so muss dies im Vorfeld schriftlich per E-Mail oder in Briefform kommuniziert werden. Dieser Prozess ist gesetzlich vorgeschrieben. Was wiederum die Transparenz der Kommunikation angeht, so haben die Energieversorger Spielraum. Gerne werden Preiserhöhungen als allgemeine Informationen oder Werbung getarnt. Dass die Preise steigen, steht dabei im unteren Drittel des Textes. Ein weiterer beliebter Kniff ist die Kommunikation der zukünftigen Preise. Was jedoch aktuell gezahlt wird, findet der Empfänger nicht im Mailing. Ein Blick in die Vertragsunterlagen sorgt dann für böses Erwachen.

Sämtliche Maßnahmen haben schlussendlich das Ziel, dass die Preiserhöhung schlichtweg übersehen wird und die Frist für das Sonderkündigungsrecht verstreicht. Denn so hängt der Verbraucher ein weiteres Jahr im teuren Vertrag fest.

Generell Finger weg von billigen Stromanbietern?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Denn nicht jeder Stromtarif mit Sofortbonus und Co. muss zwangsläufig eine Kostenfalle im zweiten Vertragsjahr sein. Wichtig ist, dass man als Verbraucher die Augen offen hält – ob bei den Vertragsunterlagen oder bei Preisanpassungsmailings. Auf diese Weise spart man nicht nur im ersten, sondern auch im zweiten Vertragsjahr.

Wo findet man einen fairen Stromtarif?

Damit die Ersparnis auch dauerhaft spürbar bleibt, listen wir in unserem Tarifvergleich nur Anbieter, die von uns geprüft worden sind. Billigstromtarife, die im zweiten Jahr für teure Überraschungen sorgen werden somit von Anfang an ausgeschlossen. Das bedeutet für Dich als Verbraucher: Faire Verträge, transparente Konditionen und ein Vertragsmanager, der Dich rechtzeitig an endende Verträge erinnert. Und falls Du Deinen bisherigen Stromanbieter wechseln möchtest, übernehmen wir die Formalitäten für Dich – ganz einfach und ohne überflüssigen Schnickschnack.