Deine Versorger Blog: Kältewelle 2018 und steigende Heizkosten. Frau mit Tasse im Sessel sitzend.
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Sibirische Kälte = Steigende Heizkosten?

So kurz vor dem meteorologischen Frühlingsbeginn bescherte und das “Beast from the East” – so nennen die Briten scherzhaft das frostige Wetter – ordentliche Minusgrade. Schnee, Eis, Frost und dazu der kalte Wind trugen beispielsweise am Montag in NRW zu Chaos im Berufsverkehr bei. Doch es ist Besserung in Sicht! Zum Wochenende prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) Plusgrade zwischen fünf und neun Grad. Dennoch laufen unsere Heizungen gerade auf Hochtouren.

Und genau hier stellt sich die Frage:

“Muss ich durch die Kältewelle spürbar mehr Heizkosten bezahlen?”

An dieser Stelle können wir zunächst Entwarnung geben. Eine Woche mit Minusgraden fällt bei den Heizkosten definitiv weniger ins Gewicht als ein kompletter Winter, bei dem über mehrere Monate hinweg Minusgrade herrschen. Die Zusatzkosten können nach unseren Berechnungen für eine 70-Quadratmeter-Wohnung maximal zwischen 5 und 10 Euro betragen. – Dies gilt allerdings nur für gut isolierte Häuser.

“Kann ich sparen, wenn ich in wenig genutzte Räume nicht heize?”

Ob Gäste- oder Bügelzimmer – bei Minusgraden sollten alle Räume im Haus beheizt werden. Dies hat den Grund, dass auch in selten genutzten Zimmern oft Leitungen installiert sind. Werden diese nicht genutzt, so besteht Frostgefahr, die beim Bersten der Leitungen Schäden verursachen kann. Ein extremer Anstieg der Heizkosten ist mit einer solchen Methode nicht zu erwarten. Zudem das ständige Auf- und Abdrehen der Anlage führt zu einem höheren Energieverbrauch.

Wichtig beim Heizen: Das Aufdrehen der Heizung auf das Frostsymbol reicht laut Angaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung nicht aus. Ratsamer ist eine Einstellung auf die zweite Stufe.

“Und wenn ich lüften will?”

Regelmäßiges Lüften tut nicht nur den durch die trockene Heizungsluft gereizten Atemwegen gut. Zu beachten ist hierbei, dass das Fenster nicht auf Kipp gestellt, sondern ein fünfminütiges Stoßlüften durchgeführt wird. Auf diese Weise funktioniert ein Luftaustausch zwischen drinnen und draußen ohne, dass dabei die Räume auskühlen.

“Worauf sollte ich bei Wasserleitungen achten, die sich im Freien befinden?”

Wasserleitungen nach draußen sollten definitiv abgestellt werden. Andernfalls droht ein Rohrbruch. Denn bei Minustemperaturen gefriert das Wasser in den Leitungen und dehnt sich um bis zu neun Prozent aus. Dies führt zum Bersten der Leitungen. Für kommende Kälteeinbrüche bedeutet dies: Haupthahn für das Außenwasser bereits vor der Kälte abstellen und das Restwasser ablaufen lassen.

“Was kann ich langfristig gegen steigende Heizkosten tun?”

Unabhängig von unseren Tipps ist ein regelmäßiger Gasanbietervergleich unvermeidlich. Wichtig hierbei ist, sich nicht von Lockangeboten beirren zu lassen, sondern Verträge sorgsam miteinander zu vergleichen. Insbesondere Gastarife mit 24 Monaten Laufzeit können ab dem zweiten Jahr überraschend teuer sein und den Verbraucher ordentlich zur Kasse bitten. Wer jedoch schon beim Gastarifwechsel eine clevere Wahl trifft, der kann der nächsten Kältewelle entspannt entgegensehen.