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Vergleichsportal
August 19, 2017

Der Plan

Das Unternehmen

In den letzten Jahren drängten immer mehr Versorger in den Energiemarkt und überboten sich mit neuen Tarifkreationen, die mit der Zeit kaum noch vergleichbar waren. Dabei wurden auch neue Tarifmodelle, wie zum Beispiel solche mit Vorauskasse, eingeführt, deren Bedingungen augenscheinlich zu Problemen führen mussten. Diese fragwürdigen Tarife standen in Preisvergleichsrechnern sogar fast immer ganz oben. Es wurde also Zeit für einen Vergleich, der nur das berücksichtigt, was zählt und keine Marketingtricks zulässt. Die Idee für Deine-Versorger.de war geboren. Nach einer dreijährigen Testphase geht das Vergleichsportal im Jahr 2016 mit neuem Look online.

Der Energiemarkt

Vor einigen Jahren wurde der Energiemarkt liberalisiert. Die Liberalisierung eines Marktes dient in erster Linie dazu Wettbewerb zu schaffen. In der Theorie führt Wettbewerb zu Innovationen, Innovationen führen zu Effizienz, Effizienz zu Einsparungen und Einsparungen dazu, dass der Endpreis für den Verbraucher so niedrig wie möglich ist. Diese Verbindungen funktionieren in der Realität jedoch nur bis zu einem gewissen Grad.

Der Wettbewerb ist zwar groß, aber bisher führt dieser kaum zu nützlichen Innovationen. Wie erfolgreich ein Versorger ist, bestimmen in der Regel seine Marketingmaßnahmen. Je günstiger der Energiepreis dargestellt wird, desto mehr Kunden werden akquiriert. In vielen Fällen ist dieser Preis allerdings nicht so niedrig, wie es den Anschein hat. Vielmehr wird er nur “schöngerechnet” (Bonus, Vorauskasse, etc.) oder die Unternehmen haben lediglich genügend Mittel zur Subventionierung der Preise zur Verfügung.

Diese Unternehmen senken den Energiepreis also nicht, sondern stellen ihn nur anders dar. Doch es gibt auch Innovationen im Marketing, die dazu beitragen können die Energiekosten tatsächlich zu senken. Damit die Liberalisierung des Energiemarktes zur Senkung des Energiepreises für den Verbraucher führt,

• braucht der Markt echte Innovationen.
• brauchen Versorger die Chance mit diesen Innovationen erfolgreich zu sein.
• muss der Energiepreisvergleich im Vordergrund stehen und auf Preiskosmetika verzichtet werden.
• müssen die Kosten für die Kundenakquise sinken.

Was macht einen guten Versorger aus?

Ein guter Kundenservice, soziales Engagement, ein ordentliches Geschäftsgebaren, lokale Verbundenheit, tolle Mitarbeiter und der Wille zum Fortschritt und zur Verbesserung von Leistungen? Wahrscheinlich alles davon, aber wir fragen uns: Wie soll ein Verbraucher das beurteilen können? Die Antwort darauf geben unzählige Siegel und Studien, die sich mit Ihren Bewertungskriterien gegenseitig überbieten. Einige davon sind richtig gut, andere ein Produkt der Versorgerlobby. Wie behält man hier den Überblick? Ein Vergleichsportal für Servicestudien und Siegel? Mit Sicherheit nicht. Und wer sagt eigentlich, dass ein guter Versorger z.B. eine Kundenzeitung und ein Förderprogamm zur Energieeffizienz haben muss? Für einige Verbraucher ist das sicherlich wichtig, für andere aber nicht. Was ist überhaupt wichtig? Und nicht zu vergessen: Sind Studien und Siegel nicht immer nur Bewertungen der Vergangenheit?

Also was ist wirklich wichtig für einen Versorgervergleich, nach dem sich Verbraucher richten können?

Es sind Standards, die jeder Versorger erfüllen muss. Dazu gehört ein ordentlicher und erreichbarer Kundenservice, ein Informationsangebot und am wichtigsten eine fortlaufend gute Servicequalität. Alles was darüber hinaus geht, ist nicht grundsätzlich für alle Verbraucher wichtig.
Deshalb sagen wir:

  1. Es muss einfache und nachvollziehbare Standards geben, die ein Versorger entweder erfüllt oder nicht.
  2. Die Bewertung eines Versorgers muss dauerhaft und in Echtzeit erfolgen.
  3. Die beste Quelle für eine echte Bewertung sind Verbraucher.

Die Verbraucher

Man kann eine Änderung im Energiemarkt nur herbeiführen, wenn die öffentliche Meinung es zulässt. Seit Jahren predigen Verbraucherschützer, worauf man beim Versorgerwechsel achten muss. Doch wie können Verbraucher beurteilen, ob ein Energieversorger vertrauenswürdig ist oder nicht? Zum Beispiel ist das Vorauskasse-Modell nicht per se schlecht für Verbraucher. Wenn z. B. einer der alten Monopolisten mit einer soliden Unternehmensfinanzierung mittels Vorauskasse Zinsen generiert und diese zur Senkung der Energiekosten nutzt, funktioniert es. Wenn aber ein neu gegründeter, kreditfinanzierter Versorger ein solches Angebot macht, dann ist es offensichtlich gefährlich. Wir sind überzeugt, dass es für Verbraucher derzeit fast unmöglich ist einen Versorger richtig einzuschätzen. Diese Aufgabe müssen Vergleichsportale übernehmen. Aber wie ein Blick auf die Marktführer dieser Tage beweist, muss man dazu erst mal alle Filter für den Tarifvergleich finden und dann richtig einstellen können.
Deshalb sagen wir:

  1. Ein Preisvergleich muss alles ausschließen, was zweifelhaft ist.
  2. Ein Preisvergleich muss so einfach sein, dass man ihn direkt versteht.
  3. Ein Preisvergleich sollte nichts beinhalten, worauf man achten sollte.